zur Person

Stephan Sarek erblickt 1957 das Licht der Welt in Berlin-Schöneberg. Früh ist klar, daß aus dem Jungen ein Künstler werden soll, weshalb man ihm für eine seiner besten Schulnoten, eine 3, eine Gitarre schenkt. Alsbald entwickelt er sich tatsächlich zu einem Ausnahmegitarristen, was bedeutet, daß er immer erst eine Ausnahmegenehmigung der Nachbarn einholen muß, um üben zu können. Legendär seine Version von Greensleeves, einem irischen Traditional, besonders des Dur-Teils, den er in Cis-Dis spielt, einer eigentlich gar nicht möglichen Grifftechnik. Unvergessen bleibt dann auch sein erstes und einziges Live-Konzert im Fußgängertunnel des U-Bahnhofs Mehringdamm. Nach vielen Aufregungen, wendet er sichder Literatur zu. Kryptische Dreizeiler von bizarrer Schönheit entstehen, sich gegenseitig ausschließende Phrasenfragmente, tiefgründige Lautäußerungen unbekannter Nomenklatur. Auf dem besten Weg, einer der größten Literaten aller Zeiten zu werden, beschließt er verständlich zu schreiben. Kurzgeschichten mit erkennbarer Handlung folgen, Romane im klassischen Erzählstil, sogar Gedichte die sich reimen!

Foto: Heiko Schulze